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Wahnsinn – Linzer erzwingen Showdown am letzten Spieltag!

Was für ein Krimi! 5:3-Sieg gegen Dornbirn am letzten Drücker.

 

Die Steinbach Black Wings 1992 finden gegen starke Vorarlberger nur selten ein Rezept und sind in den ersten beiden Dritteln das schwächere Team. Durch einen Shorthander von Roach zum 2:3 halten sich die Linzer im Spiel. In den letzten 15 Minuten der Partie zeigen Lebler & Co unglaublichen Kampfgeist und verwandeln den 2:3-Rückstand noch in einen 5:3-Sieg. Damit kommt es am Sonntag in Graz zu einem Entscheidungsspiel. Holt man am letzten Spieltag zwei Punkte mehr als der VSV, ist man in den Play Offs dabei.

 

 

Chancen auf beiden Seiten

Die beiden Teams liefern sich auf dem Eis einen offenen Schlagabtausch, auf beiden Seiten gibt es einige gute Gelegenheiten. Die erste gefährliche Szene im Spiel gehört den Bulldogs. Häußle prüft schon nach 49 Sekunden mit einem Backhand-Abschluss Goalie Gracnar. Die Linzer verstecken sich nicht und werden durch Umicevic und Pelletier erstmals vorstellig. In der zwölften Minute hat Straka die Führung für Dornbirn am Schläger, Gracnar ist aber erneut zur Stelle. Kurz darauf wird Dornbirns Pöschmann wegen Haltens auf die Strafbank geschickt. Im Powerplay wird Brucker am langen Eck perfekt bedient, doch der Abschluss des Centers wird von DEC-Keeper Höneckl in höchster Not pariert.

 

Danach kassiert Lebler zwei plus zwei Minuten wegen hohen Stocks. Dornbirn drückt in Überzahl sofort aufs Tempo und belohnt sich prompt mit dem 1:0. Nach schöner Kombination schießt Luciani vom linken Bullykreis per Onetimer ein. Nach einer weiteren überstandenen Unterzahl gelingt den Black Wings der wichtige Ausgleich. Pelletier gewinnt das Face off, Lebler übernimmt die Scheibe direkt und schießt 94 Sekunden vor Drittelende zum 1:1 ein. Gleich im Anschluss vergibt Dornbirns Jevpalovs eine Topchance auf die erneute Führung – Gracnar kann sich einmal mehr auszeichnen.

 

 

Dornbirn spielbestimmend

Zurück auf dem Eis dauert es nur 52 Sekunden bis zur erneuten Führung der Gäste. Luciani findet mit einem präzisen Pass Maciercynski, der zum 2:1 abschließt. Die Bulldogs geben im Mitteldrittel klar den Ton an und profitieren auch von einigen unnötigen Strafen der Black Wings. In der Offensive tun sich die Linzer schwer, die einzige nennenswerte Gelegenheit bietet sich Meija, der nach Zusammenspiel mit Hytönen an Höneckl scheitert. Effizienter ist der DEC, der in der 33. Minute auf 3:1 erhöht. Yogan tankt sich auf der rechten Seite durch und findet mit einem schönem Querpass Häußle, der aus kurzer Distanz einnetzt.

 

Kurz nach dem Gegentor entladen sich bei einigen Spielern die Emotionen. Gleich an mehreren Schauplätzen fliegen die Fäuste. Beaudoin und Pelletier leisten in der Folge Roach, der wegen Stockschlagens auf der Strafbank sitzt, Gesellschaft. Auch Dornbirns Yogan muss vom Eis. Hytönen hat im Anschluss den Shorthander auf dem Schläger, scheitert aber am Keeper. Besser macht es kurz darauf Roach, der von der Strafbank aufs Eis zurückkehrt, die Scheibe ideal von Dorion serviert bekommt und im Duell gegen Höneckl die Nerven bewahrt – doch noch der Shorthander zum 2:3. Die Linzer retten sich über die Zeit und sind mit diesem Ergebnis gut bedient.

 

Dramatisches Finish

Die erste Chance im Schlussabschnitt gehört den Hausherren. Pelletier vergibt vom linken Bullykreis nur knapp. In der 44. Minute findet Luciani im Konter die Chance auf das 4:2 für Dornbirn vor, wieder ist Gracnar nicht zu bezwingen. Nach einer Druckphase der Bulldogs schlagen die Linzer in der 47. Minute zu. Pelletier bringt aus spitzem Winkel die Scheibe aufs Tor, der Rebound landet bei Umicevic, der ins leere Tor zum 3:3 einschiebt. Die Linzer treten nach dem Ausgleich entfesselt auf und drücken vehement auf den Siegtreffer.

 

Ab der 50. Minute erarbeiten sich die Black Wings eine Vielzahl an Chancen und feuern aus allen Lagen. Pelletier, Dorion und Meija vergeben aus bester Position. Auch Pusnik vergibt aus kurzer Distanz einen Hochkaräter. Knapp drei Minuten vor dem Ende zappellt die Scheibe endlich im Netz. Lebler feuert einen Schuss in Richtung Tor und Pelletier fälscht perfekt zum 4:3 ab. Jubelszenen auf der Spielerbank, die sich 89 Sekunden vor Spielende wiederholen. Ohne Höneckl im DEC-Tor nützt Umicevic die Chance auf den Empty Net Treffer zum alles entscheidenden 5:3-Sieg für die Black Wings.

 

Somit kommt es am Sonntag bei den Graz 99ers zum ultimativen Showdown. Während die Steirer nach dem 3:4 gegen Innsbruck aus dem Play Off-Rennen sind, können die Stahlstädter mit einem Sieg dieses noch erreichen. Voraussetzung ist eine Niederlage des VSV bei den Dornbirn Bulldogs. Wie auch immer die Spiele enden, die Black Wings müssen zwei Punkte mehr als die Kärntner holen, dann wäre der Einzug in die KO-Runde perfekt.

 

Ergebnis

Steinbach Black Wings 1992 – Dornbirn Bulldogs 5:3 (1:1, 1:2, 3:0)

Torschützen: 0:1 Luciani (14./PP1), 1:1 Lebler (19.), 1:2 Maciercynski (21.), 1:3 Häußle (33.), 2:3 Roach (37./SH1), 3:3 Umicevic (47.), 4:3 Pelletier (58.), 5:3 Umicevic (59./EN);

Strafminuten: 20 bzw 10

Torschüsse: 36 bzw 33

Referees: Ofner, Piragic, Bärnthaler, Kontschieder;

Linz AG Eisarena